Feedback - Johan Conze | Getting to YES!
Verhandlungsmanagement: Erzielen Sie bessere Verhandlungsergebnisse, die weitgehend die legitimen Interessen beider Seiten erfüllen, widersprüchliche Interessen fair schlichten, zeit- und kosteneffizient sind, Bestand haben und die persönlichen Beziehungen verbessern. Training, Coaching, Mediation
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Feedback

Feedback: Studien haben bewiesen, dass wir in der Kommunikation wenig Dinge mehr fürchten als Feedback. Der Geber ist frustriert, weil er es doch „nur gut meint“ und helfen möchte. Der Empfänger der Botschaft will es einfach nicht zu verstehen, dabei ist es doch so offensichtlich. Der Empfänger ist frustriert. Er oder sie fühlt sich unverstanden, die erbrachte Leistung nicht gesehen und überhaupt wo bleibt die Empathie und Wertschätzung. Eigentlich ist der andere das Problem und höchst wahrscheinlich fehl am seinem oder ihrem Platz.

24 Mrz Feedback

Macht Feedback in der modernen Arbeitswelt überhaupt noch Sinn? Wird ihm in streng hierarchisch geführten Unternehmen noch ein gewisser Sinn eingeräumt, gilt es vielen HR-Spezialisten in den sogenannten agilen Unternehmen als eher schädlich.  Dabei schwingt die aktuell sehr trendige Meinung mit, dass in der Zukunft nur Unternehmen ohne Hierarchien erfolgreich sein könnten.

Ich bin NICHT dieser Meinung.

Hierarchien

Es gibt kein hierarchieloses System, es sei denn die Anarchie. In vielen Unternehmen wird zwar auf Titel und hierarchisch strukturierte Organgramme öffentlichkeitswirksam verzichtet und man duzt sich gerne vom Praktikant bis zum Chef. Aber lassen Sie sich nicht täuschen: Auch und gerade in diesen Unternehmen gibt es sehr wohl ein Oben und ein Unten. Sind die Strukturen für den einzelnen nicht mehr klar erkennbar, kommt es häufig zu ganz neuen Problemstellungen im menschlichen Miteinander. Unsicherheit ist ein großes Thema.

Wirksame Entscheidungsmodelle sind Pyramiden mit unterschiedlichen Kompetenz- und Verantwortungsebenen, die von unten nach oben ansteigen. Agil sind allerdings die sich in ihrer personellen Zusammensetzung ändernden Ebenen je nach Aufgabenstellung.

 

Feedback ist „all around“

Wir schwimmen in einem Meer von Feedback. Jeder Mensch erfährt es von seinem ersten Tag an, die Mutter lächelt – oder nicht, das Kind schreit – und erfährt eine Reaktion. Der Teenager fragt seine Mitschülerin um ein Date – sie nimmt an oder lehnt ab. Wir alle machen Prüfungen – gut, ausreichend, mangelhaft. Wir bewerben uns um Jobs – werden genommen oder abgelehnt. Wir vergiften unsere Umwelt – wir erleben was passiert. Action et Reactio formuliert Newton in seinem 3. Axiom die Wechselwirkung. Feedback ist das wichtigste, manche Psychologen behaupten das einzige Instrument mit dem wir wirksam lernen und uns fortentwickeln. Es abschaffen zu wollen, auch im beruflichen Kontext, macht also gar keinen Sinn, wenn wir den Lern- und Entwicklungsprozess des Mitarbeiters beeinflussen und beschleunigen möchten.

 

Niemand mag es

Obwohl wir also alle Feedback brauchen und eigentlich auch haben wollen haben Studien nachgewiesen, dass wir in der Kommunikation wenig Dinge mehr fürchten als Feedback. Der Geber ist frustriert, weil er es doch „nur gut meint“ und helfen möchte. Der Empfänger der Botschaft „will es einfach nicht verstehen“, dabei ist es doch so offensichtlich. Der Empfänger ist frustriert. Er oder sie fühlt sich unverstanden, die erbrachte Leistung nicht gesehen und überhaupt wo bleibt die Empathie und Wertschätzung. Eigentlich ist der andere das Problem und höchst wahrscheinlich fehl am seinem oder ihrem Platz. Der Grund ist, dass sich beim Feedback 2 unterschiedliche menschliche Bedürfnisse aufeinandertreffen: Einerseits wollen wir lernen und uns weiter entwickeln. Andererseits wollen wir so akzeptiert und geliebt werden wie wir in diesem Augenblick sind.

Feedback ist nicht gleich Feedback

Sheila Heen und Douglas Stone, beide Professoren an der Havard Law School unterscheiden 3 Arten von Feedback:

  • Lob und Anerkennung: motiviert und ermutigt
  • Coaching: vermittelt mehr Wissen und Fähigkeiten
  • Beurteilung: zeigt den Status quo, vergleicht Erwartungen und begründet Entscheidungen

Wir brauchen alle 3 , benutzen aber häufig die Falsche für das angestrebte Ziel. Beurteilung ist die Lauteste der 3 und verdrängt Anerkennung und Coaching leicht und häufig ganz. Feedback ist und bleibt das wichtigste Instrument im menschlichen Miteinander, privat und im Beruf. Entscheidend ist, Feedback richtig zu geben und fast noch wichtiger  – Feedback richtig zu nehmen, selbst wenn es unberechtigt, unfair, schlecht formuliert ist und ganz ehrlich wir überhaupt nicht in der Stimmung dafür sind.

 

Ein erster Schritt

Egal ob Sie Feedback geben oder um Feedback bitten, überlegen Sie vorher welche Art von Feedback Sie geben bzw. erbitten möchten … und sagen Sie es Ihrem Gegenüber gleich zu Beginn des Gespräches.

 

Wenn Sie mehr über die Kunst des Geben und des Nehmens von Feedback erfahren und lernen möchten informieren Sie sich über meinen Workshop „Danke für das Feedback“.

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